MS-CT: Was kann die MS-CT? Teil 4 / 10
noch Herz
Der klassische Herzkatheter ist in den letzten Jahren
ein wenig in Verruf geraten. Wurden 1991 noch etwas mehr
als 200.000 Untersuchungen der Herzkranzgefäße
(Koronarangiographien) durchgeführt, waren es über
600.000 im Jahr 2001. Studien haben gezeigt, dass der
Herzkatheter viel zu oft bei Herzgesunden (nämlich in
40% der Fälle) eingesetzt wurde - was sich natürlich
erst nach der Untersuchung herausstellte - und in
Deutschland deutlich öfter als in den anderen
Europäischen Ländern. |
Bislang konnten Herzkranzgefäße nur mit dem
Herzkatheter verlässlich untersucht werden und nun
erwächst diesem in der MSCT ein potenter Konkurrent. Die
MSCT kann bei einem Großteil der Patienten, die nicht
die Leitlinien der ACC/AHA erfüllen (stabile Angina
pectoris beim Treppensteigen über ein Stockwerk,
pathologisches Belastungs-EKG, -Sonographie oder
-Szintigraphie), den
Herzkatheter ersetzen, denn sie ist in der Lage, die
relevanten ersten 2/3 der Herzkranzgefäße mit hoher
Auflösung darzustellen.
|





